Für das neue Jahr 2007 haben wir uns vorgenommen, wieder verstärkt gemeinsame Ausflüge zu unternehmen. Den Anfang macht dieses Jahr gleich eine dreitägige Reise nach Marktoberdorf / Bayern zu einer Werksbesichtigung bei FENDT!

Sonntag, den 11.02.07 ging es um 7:49 am Bahnhof in Dollbergen los in Richtung Hannover HBf mit dem Regional-Express. Dann gleich umgestigen in den ICE Richtung München, und wie soll es anders sein, haben wir mit der Bahn schon in Göttingen 25 Minuten Verspätung! Das haben dann wohl auch die Hälfte der Teilnehmer dazu bewogen, die Hälfte der Fahrt im Speisewagen zu verbringen. In München endlich angekommen, waren es dann insgesamt 35 Minuten Verspätung. Dann noch mal eine Stunde im Regional-Express (Gähn!!) war die Stimmung aber immer noch ganz gut angeheitert.

Da die Fendt-Besichtigung erst am Dienstag stattfindet, und  wir den Montag zur freien Verfügung hatten, haben wir uns kurzfristig entschieden, mit dem Zug nach München ins Deutsche Museum zu fahren!
In der Kürze der Zeit konnten wir natürlich längst nicht die gesamte Vielfalt des Museums erforschen, aber so einige wichtige Ziele hatten wir natürlich auf dem Plan, so wie z.B. Rudolf Diesels ersten Dieselmotor.

Am 13.02.07 war es dann endlich so weit:
Der Besuch in der Fertigung bei Fendt in Marktoberdorf stand an. Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte des traditionsreichen ehemaligen Familienunternehmens ging es dann direkt in die Halle 1 zur Getriebefertigung. Hier werden alle (mittlerweile 5 Typen) stufenlose Getriebe von Fendt gebaut, angefangen von der Gehäusebearbeitung, Zahnrad- und Wellenfertigung inklusive aller Bearbeitungsvorgänge wie Bohren, Fräsen, Räumen, Schleifen, Drehen und Härten von Zahnrädern und Wellen. In der Getriebemontage werden dann alle gefertigten Einzelteile und ggf. Zukaufteile (z.B. Hydropumpen und -Motoren) zusammengebaut.
Weiter ging es in die Schleppermontage. Hier werden die Motoren, das Getriebe und der Rahmen des Schleppers “verheiratet” und weitere Anbauteile wie Hydraulik, Kabelbaum etc. montiert. Anschliessend wird der gesamte Triebsatz gereinigt und lackiert. Fertig getrocknet läuft der gesamte Rohbau-Schlepper bereits das erste Mal aus eigener Kraft, und alle Hydraulikaggregate werden entlüftet und auf Leckage und Funktion geprüft.
Danach werden die Aufbauteile (Kotflügel, Kabine) aufgebaut, und es erfolgt der zweite Funktionstest incl. der Elektrik des gesmaten Schleppers.
Nach dem Anbau der Räder folgt noch der entscheidende Lauf auf dem Rollenprüfstand, bei dem Schalt-, Geräusch- und Endgeschwindigkeitstest und abschliessend ein Bremsentest durchgeführt wird, bevor der fertige Schlepper die Hallen zum Versand bzw. Abstellplatz verlässt.

Mehr von Fendt auf der offiziellen Homepage:

Aktuelles von Fendt unter www.fendt.com !

Hier das Album mit weiteren Bildern vom Ausflug:

Lustige Bahnfahrt im Regional-Express
Rudolf Diesels erster Dieselmotor!
Fendt GT 220 mit Aufbau-Rübenroder - der erste Selbstfahrer der Welt!

In der landwirtschaftliche Abteilung (leider sehr klein) fanden sich dann auch noch der legendäre Fendt Geräteträger mit Anbau(!)-Rübenroder, wohl so ziemlich der letzte noch komplett gut erhaltene Originalaufbau.

Damit war die offizielle, ca. 2-Stündige Führung beendet. Glücklicherweise konnten wir unseren Führungsleiter anschliessend noch zu einer “Probefahrt” überreden. Dazu sind wir ins Schulungszentrum gegangen, wo z.B. Fahrerschulungen und Service-Unterweisungen abgehalten werden. Und dort kam natürlich bei Allen das “Kind im Manne” hervor, und wir durften ca. eine 3/4-Stunde auf einer guten Auswahl an Schleppern vom 208 bis zum 933 Vario (!) einmal auf dem Gelände ausgiebig Probefahren. Anschließend noch in die Kantine und zum Fendt-Fanshop - wo noch so einige hundert Euro gelassen wurden - Das war der krönende Abschluss einer wirklich interessanten und guten Führung.
gegen 15 Uhr mussten wir dann leider auch schon wieder die Heimreise antreten, die dann trotz zweimaligen Umsteigens sehr pünktlich um 21:10 endete.

Fazit: Nach langer Zeit eine gelungene Fahrt des MSC, der hoffentlich noch weitere “Bildungsreisen” folgen werden ...